Wo alles begann...

Montag, 02.12.2013

...endet es auch. Nach über 10 Monaten in Australien und mehr als 25.000 km quer durchs Land sind wir nun wieder in Melbourne angelangt. Am Mittwoch verlassen wir dieses wunderschöne Land und gönnen uns zwei Wochen Entspannung in Thailand. Es fällt schwer, Australien zu verlassen; haben wir hier doch so viel gesehen und erlebt...

Und auch die letzten 5 Wochen waren wir nicht untätig, sondern haben alles für die Knolle gegeben, damit die Kartoffelbauern in Clarkes Hill auch im kommenden Jahr eine gute Ernte erwarten können. Dies sah dann wie folgt aus: Tini stand stundenlang am Fließband und hat Kartoffeln geschnitten und Stephan war draußen auf dem Feld und hat ganz entspannt ein paar Kisten Kartoffelsaat in den Planter gekippt. Und wenn er nicht auf dem Acker anzutreffen war, dann sicherlich beim Fahren diverser Trucks oder des Gabelstaplers. So kamen wir schnell auf über 60 Arbeitsstunden die Woche - es war anstrengend, hat aber irgendwie auch Spaß gemacht. Der Abschied von unserer lieben Farmersfamilie fiel dann gestern auch entsprechend schwer. Aber es ist gut zu wissen, dass wir jederzeit wieder in den Shed einziehen dürfen (natürlich nur mit arbeitstechnischer Gegenleistung). Hier nun noch ein paar fotografische Eindrücke von den Kartoffelbauern unseres Vertrauens..



Wir freuen uns, euch bald wieder in der Heimat zu sehen und wünschen eine schöne Vorweihnachtszeit!

Von Nord nach Süd immer im Osten lang

Sonntag, 03.11.2013

Während wir nun wieder in Ballarat angekommen sind, wo wir erneut auf unserer Kartoffelfarm arbeiten und uns damit von der Wärme Australiens erneut verabschiedet haben, wird es Zeit zurück zu schauen und die vergangenen 5 Wochen kurz in Worte und Bilder zu fassen:

Nach Abschluss der Gurkenarbeit und im guten Wissen, dass die Ernte ordentlich ausfallen wird, ging es noch einmal ein Stück ins Outback; Richtung Carnarvon National Park. Auf der Strecke mit durchschnittlich 10 toten Kängurus pro Kilometer war selbst nicht viel los. Dafür hat uns nach Tinis Geburtstag, der standesgemäß mit Kuchen gefeiert wurde, die Carnarvon Schlucht bezaubert. Viele unterschiedliche Biotope auf kleinen Raum gepresst und so kann man auch im Outback Moosen und Flechten beim Wachsen zuhören.

  

Doch dann war es endgültig genug Outback für diesen Australienbesuch. Zurück an die Küste und den kalten Outback-Nächten entkommen war das Motto. Rainbow Beach mit seiner farbigen Steilküste stand auf dem Programm. Doch zunächst noch eine ruhige Nacht auf einer Halbinsel verbringen, die lediglich aus Sand besteht und vom Meer umringt ist... so viel zur Theorie. Praktisch sieht das in den australischen Frühlingsschulferien ganz anders aus... Okay - Sand und Meer gab es immer noch, aber darum scharrten sich geschätzte 1000 Familien mit grob überschlagenen 10000 Kindern, von denen 90% eh 20 Stunden am Tag zu weinen scheinen... Erholung pur ;) Dazwischen noch ein schöner Strandspaziergang, während man von den Allrad-Fahrzeugen der Väter überholt wird, die offenbar auch versuchen, ihren schreienden Kindern zu entkommen... Aber alles halb so schlimm, wenn man weis, dass die Schulferien bald vorbei sind.



Also war erst einmal Erholung wieder von Nöten. Springbrook National Park kam da gerade recht. Ein toller subtropischer Regenwald, der mit vielen exotischen Tieren bestückt ist. Bei ein paar Wanderunegn durch das dichte Blättergestrüpp konnten wir zwischen Riesenlianen und Baumfarnen ein paar Lyrebirds erspähen, die uns mit ihren filigranen Schwanzfedern und dem typischen "Gesang" beeindruckt haben.



Auf soviel Natur folgte dann das komplette Kontrastprogramm: Jubel, Trubel, Heiterkeit im knallbunten Themenpark SeaWorld, mit lustigen Seelöwen und Delfinen, die für ein paar Fische wohl alles tun würden :) Der Spaß auf der Achterbahn und bei den anderen Attraktionen hat uns aber darüber hinweg getröstet, dass wir wieder erneut von unzähligen schreienden Kindern umgeben waren.

  

Und plötzlich waren wir schon in New South Wales und damit auf direktem wege zu unserem Ausgangspunkt bei Melbourne...damit einher ging eine immer grüner werdende Landschaft und leider auch die Abnahme der Tages- und Nachttemperaturen. Auf unserem Weg haben wir an zahlreichen schönen Küstenabschnitten und hügeligem Hinterland angehalten, was an dieser Stelle eindeutig den Rahmen sprengen würde. Es sei nur so viel erwähnt: wir haben vom östlichsten Punkt des Kontinents Wale beobachtet und konnten das letzte Mal bei angenehmen Temperaturen im Meer baden. Und dann folge auch zugleich der Besuch der großen Stadt - Sydney stand auf dem Programm. Drei Tage lang Sigtseeing entlang der Oper, der Harbour Bridge etc. oder einfach nur so das Metropolenfeeling genießen...das hat uns bald fußlahm werden lassen. Leider kam das chillen und entspannen dabei besonders für den männlichen Part des Duos sehr kurz. Trotzdem: die Stadt ist sehenswert und lebendig, multikulturell und manchmal auch einfach nur hektisch.

 



Nun ging es aber wieder raus aus der Stadt und wir konnten uns in den schönen Blue Mountains die ersten größeren Berge seit langen mal wieder anschauen... Wer aber denkt, dass klingt nach dem Trubel der Stadt nach Ruhe, der irrt. Man kann es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich Lebewesen, die es schaffen den Lautstärkepegel von einer Horde Kindern bei einer McDonalds- Geburtstagsfeier zu brechen. Diese kleinen, dafür aber gar nicht so hübschen Lebewesen, heißen Zikaden und donnern in Horden und mit bis zu 120 dB auf einen ein. Damit wollen sie die Vögel fernhalten. Nun ja - wir ließen uns davon jedoch nicht abschrecken und unternahmen mit Ohrstöpseln bewaffnet eine schöne Wanderung durch eine tiefe Schlucht.



Gerade noch rechtzeitig, bevor heftige Buschfeuer ausbrachen, verließen wir die Blue Mountains und machten uns weiter auf den Weg nach Süden. Die Jervis Bay stand auf dem Plan und feine zuckerweiße Sandstrände erwarteten uns dort. Paradiesische Küstenabschnitte und mal wieder ein toller Ort zum Nixtun (in dieser Fachrichtung werden wir bald ein Buch rausgeben; Titel könnte Lauten: "Nixtun - mal richtig" oder so ähnlich). Auch haben sich mal wieder einige Wallabies und Kängurus (diesmal mit Baby im Beutel) in die Nähe unseres Zeltplatzes verirrt. Zur Feier des Tages gab es dann auch gleich Känguru in Steak-Form zum Abendessen...



Das letzte tatsächliche Highlight dieser kleinen Australienrunde waren dann die Victorian Alps. Die uns mit fast durchgehend grandiosem Wetter begrüßten (bis auf die verdammt wenigen Grad nachts). Eine tolle Wanderung auf den zweithöchsten Gipfel Victorias wurde erfolgreich beendet und mit tollen Aussichten in die Weite belohnt. Tatsächlich konnten wir nachweisen, dass es auch im vermeindlich warmen Australien Schnee auf den Gipfeln gibt und im Winter sogar ausgiebig Ski gefahren werden kann.



Nun ja...und dies waren dann auch unsere Reiseabenteuer in Australien. Nun sind wir für 5 Wochen auf der Farm und wohnen wieder im Shed. Tini schnipselt fleißig Kartoffeln, während Stephan die Kisten mit dem Gabelstapler hin und her fährt. Bei so viel Geschäftigkeit wächst die Vorfreude auf zwei Wochen Entspannungsurlaub in Thailand :)

Grüße aus dem Kartoffelschuppen

Von Walen und Gurken

Mittwoch, 11.09.2013

Nein, wir haben keine Wale mit Gurken gefüttert und auch keine Riesengurken gesichtet...aber immer der Reihe nach:

zwei Tage lang hatten wir uns ein Kajak auf den Whitsunday Islands ausgeliehen und sind vor einer traumhaften Kulisse über das Meer geschippert. Ziel war unser Nachtlager an unserem ganz eigenen kleinen Privatstrand auf einer der Inseln, wo wir unser Zelt aufgeschlagen haben. Auf dem Hinweg erlebten wir dabei einen gewaltigen Adrenalinstoß, als nur etwa 50 m vor unserem doch so kleinen Kajak ein Wal auftauchte! Also erst mal kräftig in die Bremsen gehauen und das Spektakel genossen, wenn auch mit ein wenig Angstschweiß auf der Stirn :) Doch nicht nur der Wal war ein einprägsames Erlebnis, sondenr auch die vielen Meeresschildkröten, die direkt neben dem Boot zum Atmen aufgetaucht sind und dabei ein Röcheln von sich gegeben haben, dass man schon Angst haben muss. Aber trotzdem sehr niedliche Tiere!

Ein bisschen körperliche Ertüchtigung, ein einsamer Strand auf einer Insel und Meeressäuger zum Anfassen - was will man mehr?! Es war ein toller Ausflug, der sich gelohnt hat, auch wenn wir streckenweise mit der doch recht starken Meeresströmung und den Wellen zu kämpfen hatten.

das perfekte Klo Korallen tauchen auf Wal voraus

Nach dem kleinen Inselabenteuer hatten wir dann aber wieder einen anderen Auftrag zu erfüllen: Geld verdienen. Dazu sind wir wieder ein Stück nach Norden gefahren und haben angefangen auf einer Gurkenfarm zu arbeiten. Bevor aber geerntet werden kann, haben wir uns darum gekümmert, dass die Stricke zum Hochwinden der Pflanzen bereit sind und diese daran befestigt und verschnitten. Wie immer, gab es dabei auch Verluste zu vermelden, wie ihr sehen könnt ;) Besonders lustig sind aber unsere tollen Fahrgestelle, auf denen wir die Gewächshausreihen unsicher gemacht haben...Und noch ein Highlight gibt es zu vermelden: wir haben einen Buschbrand in Australien gelöscht, den die Farmersjungen auf dem Gelände versehentlich gelegt haben - jaja, Kinder uns Streichhölzer sind halt keine gute Kombination!

rettet die Gurken

Willkommen in den Tropen

Donnerstag, 22.08.2013

Was für ein Kontrastprogramm: nach einer langen Fahrt durchs Outback wurde die Landschaft mit einem Schlag grün. Da waren wir als - frisch in den tropischen Gefilden Nord-Queenslands angekommen.

Unser erster Anlaufpunkt war dann auch sogleich Cairns, die Partyhochburg für Backpacker...wir haben uns allerdings entschieden im Hintergrund gehalten und lieber am städtischen Schwimmingpool inkognito gechillt. Das Highlight des Aufenthaltes war aber sicherlich der Ausflug auf einem kleinen Katermaran zum great Barrier Reef. Dort haben wir uns in Schwimmflossen und Taucherbrille geschmissen und konnten stundenlang durchs Riff schnorcheln...und es war einfach atemberaubend schön! Zahlreiche bunte Fische, Meeresschildkröten und ein Riffhai kreuzten unseren Weg. Hinzu kommen all die farbenfrohen Korallen, die mit dem einfallenden Sonnenlicht bunt schillern und die Fischschwärme, duch die man hindurch schwimmen kann. Alles in allem ein erlebnisreicher Tag und für jeden zukünftigen Australienreisenden eine Empfehlung. Am besten stellt ihr es dann aber besser an als wir und schmeißt am Ende dieses Tages nicht eure Gürteltasche mit allen Ausweisen, Handys & Co. ins Hafenbecken ;)

blub blub

Nach so vielen Unterwassererlebnissen zog es uns dann in den Daintree Nationalpark, wo wir für 2 Tage unser Lager im tropischen Regenwald direkt an einem traumhaften Sandstrand aufgeschlagen haben. Bei den obligatorischen Strandspaziergängen muss man dabei jedoch immer auch ein wachsames Auge auf potenzielle Krokodile im Sand haben. Die verderben einem dann auch gleich die Badefreuden, auch wenn das Meer noch so einladend aussieht. Direkt an den Strand anschließend erheben sich im Hinterland die mit Regenwald bewachsenen Berge. Traumhaft schön und eine wahre Postkartenkulisse. Bei ein paar kurzen Walks durch den Regenwald waren wir dann auch sehr beeindruckt von dem Pflanzenreichtum und den zahlreichen bunten Schmetterlingen.


Auf dem Rückweg haben wir noch ein paar Tage in den Atherton Tablelands verbracht - uns tropische Wasserfälle und Seen angeschaut und uns schließlich zu einem mörderischen 2-Tages-Marsch auf den höchsten Berg Queenslands, dem Mt. Bartle Frere, aufgemacht. Zwei Tage lang wandern im tropischen Klima und ein wahnsinnig steiler Anstieg - danach waren wir völlig fertig und brauchten erst mal ein wenig Erholung...



...die haben wir dann auch bekommen: An einem tollen mit Palmen gesäumten Strand in Mission Beach konnten wir zwei Tage lang unseren Muskelkater auskurieren und waren im über 25°C waremn Wasser baden. Erholung pur und danach konnten wir sogar wieder humpelfrei die Treppenstufen meistern ;)



Ein letzter kurzer Stop im tropischen Teil Queensland wurde dann noch im Pamula Nationalpark eingelegt, wo wir mit dem Paradise Waterhole auch wirklich ein paradiesisches Stückchen Erde gefunden haben und im kristallklaren Wasser planschen konnten oder von den Felswänden gesprungen sind.


Nun ja...nun bewegen wir uns Stückchen für Stückchen Richtung Süden und halten dabei stets Augen und Ohren nach einem neuen Job offen.

Oh du heiße Winterzeit

Mittwoch, 07.08.2013

Nach dem vielen Wehklagen über zu kalte Tage und Nächte kommt hier endgültig die
Entwarnung: wir haben es geschafft und können nun vom Aufstehen bis zum Schlafengehen in Shorts den tropischen Temperaturen frönen :) Jeden Tag 30° und die
Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 0,00 % in der Trockenzeit...da kann man getrost auch
mal seine Wäsche draußen hängen lassen.

Bei so viel Hitze war allem voran natürlich erst mal chillen und von dem anstrengen
Urlaub erholen angesagt...aber natürlich haben wir uns auch ein bisschen umgesehen und wollen euch daran nun teil haben lassen.

Der Litchfield Nationalpark hatte vor allem Eines zu bieten: tolle Badespots. In
natürlichen Rockpools konnte man unter Wasserfällen und Palmen schwimmen gehen...und dabei natürlich immer ein Auge auf die lauernde Gefahr haben: Krokodile. Diese urzeitlichen Geschöpfe leben in nahezu allen Wasserläufen und -löchern. An den
öffentlichen Badestellen gibt es jedoch meist nur die kleineren und ungefährlicheren
Süßwasserkrokodile, die, laut Warnschild, nur mal zubeißen, aber nicht töten - na
vielen Dank auch. In den Gewässern, die nicht unter die sogenannte
"Crocodil-Management-Zone" zählen, leben dann die großen Salzwasserkrokodile, die wohl schon so manches Mal Touristen vernascht haben sollen. Bei bis zu 7 Meter Länge geht man dann aber auch freiwillig kein Risiko ein und bleibt einfach ganz weit weg vom
Uferrand.

 

Danach ging es weiter Richtung Darwin, wo wir auf einem kurzen Zwischenstopp noch
schnell in den warmen Berry Springs abtauchen waren. Darwin selbst ist keine sehr
spektakuläre Stadt, da sie 1979 großteils von einem Zyklon zerstört wurde und damit
wenig historische Gebäude übrig sind. Toll war aber der zweimal wöchentlich
stattfindende Markt am Mindil Beach, wo neben vielen Kunsthandwerks-, Souvenir- und
Nippesständen unzählige "Fressbuden" aufgebaut sind. Mit den internationalen
Köstlichkeiten in der Pappschachtel (nur die deutsche Bratwurst fehlte - also für die
Unternehmungslustigen unter euch eine lohnende Geschäftsidee) konnte man dann
begleitet von Digeridooklängen gemeinsam mit hunderten Touristen den Sonnenuntergang am Meer beobachten.



Croctastic ging es weiter: Auf dem Weg durch die Weiten der Wetlands haben wir
unzählige Wasservögel, Schildkröten und ein kleines Süßwasserkrokodil gesehen. Aber
richtig wild her ging es erst auf der Schifffahrt über den Adelaide River. Mit halben
Schafköpfen am Seil wurden die rießigen Krokodile dazu gebracht überraschend hoch aus dem Wasser zu "springen". Das längste war dann also auch 5,5 m lang und echt
beeindruckend...nein, so einem wollen wir auf gar keinem Fall begegnen.

süßer Fratz, nicht?! 

Nächstes Ziel auf der Touristen-to-do-Liste war der Kakadu Nationalpark, Weltnatur-
und Kulturerbe. Dort haben wir uns bei Kurzvorträgen der Ranger über die vielen
Felsmalereien der Aborigines aufklären lassen. zwar haben wir es mit ein paar kurzen
Wanderungen probiert, aber im Grunde war es dafür einfach nur zu heiß. Also sind wir
in guter alter Stop-and-go-Manier die Sehenswürdigkeiten "abgefahren". Nur im Süden
des riesigen Nationalparks haben wir einen anstrengenden Aufstieg zum Kopf eines
Wasserfalls auf uns genommen und wurden mit einem tollen Blick am Rande der Klippe
belohnt, wo man in den Rockpools baden konnte. Hier haben wir ein paar entspannende
Morgenstunden in der Sonne verbracht...


Eines der Highlights des Top Ends lies aber bis zum Schluss auf sich warten: Auf einer
2-Tages-Tour mit dem Kajak haben wir die beeindruckende Schlucht des Kathrine River im Nitmiluk Nationalpark erkundet. Die Sonne brannte und zwischen den einzelnen
Abschnitten der Schlucht musste das Boot mühsam teilweise weite Strecken über Steine
und riesige Felsen gehievt werden. Aber die Mühe hat sich gelohnt: die Schlucht
wechselte stetig ihr Gesicht - von dichter Mangrovenvegetation mit Sandstränden, die
als Krokodilbrutplätze dienen bis hin zu steil aufragenden Felswänden. Am Ende des
Tages gab es auch einen sehr schönen Campingplatz zwischen den Klippen mit kleinem
Sandstrand und einem atemberaubenden Sternenhimmel in der Nacht. Ruhe pur! Und unser Nachbar war ein Süßwasserkrokodil, was ganz in der Nähe pausierte. Ein tolles
Paddelerlebnis!


Und nun? Weiter geht für uns die Fahrt an die Ostküste Australiens nach Queensland.
Wir werden auch dort wieder exklusiv und live für euch vor Ort berichten. Bis dahin seid alle lieb gegrüßt!

Einmal quer durchs Outback zum Top End

Mittwoch, 24.07.2013

Lange habt ihr ja nun schon nichts mehr von uns gehört - aber wir waren natürlich nicht untätig, sondern haben viel gesehen und erlebt...hier nun davon ein paar Eindrücke:

Lang war die Reise, aber sie hat sich gelohnt! Tausende Kilometer Straße liegen hinter uns sowohl 1a-Teerstraßen als auch buckelige Offroad-Pisten mit Flussdurchquerungen, eintönige Landschaft, die sich tagelang nicht ändert, blauer Himmel und Sonnenschein, aber auch Wolken und Regen im Outback.

Das erste Ziel war der Flinders Range Nationalpark, wo wir eine beeindruckende Wanderung mit Sicht auf den Wilpena Pound gemacht haben. Und dann haben wir noch unseren Wilbert gequält und über Stock und Stein quer durch den Nationalpark gejagt. Belohnt wurden aber nur wir - mit wahnsinnig tollen Aussichten auf die schroffen Berge und frisch ergrünten Täler der Halbwüste. Weiter ging es in den nördlich gelegenen Vulkathuna-Gammon-Nationalpark - eine Emumutti mit ihren sechs Emujungen stakste hier keck über den Campground. Aber natürlich waren wir nicht nur wegen der Emus hier, sondern haben auch einen schönen Walk durch die Schlucht gemacht.

    lecker schmakofatzi...

Weiter ging die wilde Fahrt mit atemberaubenden 60 km/h über roten Wüstenstaub (die Autowäsche vor ein paar Tagen erwies sich spätestens nun als unnütz). Schnell noch ein paar frische Lebensmittel für uns und günstiges Benzin für Wilbert in der letzten großen Stadt geladen und los ging die Tour über den Stuart Highway ins rote Herz Australiens!

Atemberaubend schön und beeindruckend waren der Uluru und die Kata Tjuta. Das fanden leider auch zahlreiche Australier und andere Backpacker und so war man nie allein - so einen Menschenauflauf waren wir ja nun wirklich nicht mehr gewöhnt. Bei zwei Wanderungen entlang der steil aufragenden Felsen mitten im Flachland haben wir dann auch erstmals so richtig schönes und sonniges Wetter genießen dürfen. Nur einen Tag geschah das Unfassbare: Regen im Outback! Wer hätte damit auch rechnen können...

 

Um den Kings Canyon sehen zu können, mussten wir zwar einen Umweg von über 400 km auf uns nehmen (denn die geteerte Straße erwies sich als Sackgasse und von der Gravelroad hat man uns mit unserem nicht Offroad-tauglichen Auto abgeraten), aber der 4-stündige Weg entlang der Canyonkante war wahnsinnig toll und all der Mühe wert bei schweißtreibenden Temperaturen.

 

Nach einem Tag in Alice Springs haben wir dann noch einen Abstecher in die West Macdonnell Ranges gemacht und dort uns reichlich Schluchten und Wasserloescher angeschaut. Auch ein schoener Berg mit atemberaubenden 1300m wurde bestiegen (wer sagt schon, dass in australien alles riesig ist?!) aber es war zumindest einer der hochsten im Outback...

so - nun sind wir im top-end angekommen und haben temperaturen von 30Grad am Tag und 20 in der Nacht, waren bereits in thermalquellen und flussen baden und geniessen es ganztaegig mit shorts und shirts rumzulaufen ohne zu frieren, aber mehr darueber gibts spaeter :)

Liebe Gruesse aus dem winterlichen Australien

Von Ballarat nach Adelaide

Dienstag, 25.06.2013

Reichlich eine Woche ist es her, da haben wir die uns vertraute Shed-Heimat verlassen und uns auf Reisen gemacht.

Unsere erste Station war die Great Ocean Road - ein wahrlich wunderschöner und abwechslungsreicher Küstenabschnitt in Victoria. Vom hügeligen Hinterland ging es steil bergab an den ersten Küstenabschnitt mit langen und flachen Sandstränden, bevor sich die Straße wieder ins bergige Hinterland hinaufschlängelt, wo wir einen kurzen Walk durch den Regenwald gemacht und unsere ersten frei lebenden Koalas gesehen haben :) Aber der wohl schönste Abschnitt der Great Ocean Road ist die Steilküste mit den bekannten 12 Aposteln und anderen Sandsteinformationen im Meer. Das Wetter meinte es tagsüber auch meist gut mit uns, aber nachts war es bei nur etwa 3°C doch recht frisch im Auto (eines Morgens waren sogar die Scheiben leicht vereist!).



Weiter ging die Reise über den Naracoorte Nationalpark - wo wir uns über archäologische Knochenfunde und unterirdische Höhlen gebildet haben - an die Küste des Coorong Nationalpark in South Australia, wo wilde Emus unseren Weg kreuzten und Pelikane gemütlich ihren Weg schwommen.



AUf weiterem Wege gelangten wir über die Adelaide Hills an einem Stück Heimat vorbei... Hahndorf - die deutsche Enklave im Aussi-Land. Deutsche Volksmusik, Deutsches Brot (*hmmmmmm*) und was man eben so in Australien mit Deutschland verbindet... (Bitte schickt uns 14 $ für folgende Leckerei...).

ja - ich will :)

Nun sind wir in Adelaide angekommen und haben auf einem anstrengenden Stadtspaziergang die City erkundet, eine Ausstellung der Aborigines besucht und uns im National Wine Museum über die feinen Trauben informiert. Auf dem Programm stehen noch eine Schokoladenfabrik und der Central Market.

Die nächsten Stationen auf dem Programm sind die Flinders Ranges und das Outback - also kein Internet und kein Handyempfang für ein paar Wochen. Wir freuen uns dann aber wieder, euch von unseren Erfahrungen aus dem roten Herz Australiens berichten zu können.

Das (dicke) Kartoffelende

Donnerstag, 13.06.2013

Drei Monate haben wir nun auf unserer Kartoffelfarm nahe Ballarat verbracht und unzählige Tonnen der gelben Knollen geerntet, Zäune niedergerissen und wieder aufgebaut, Straßen geteert, Bäume gefällt, Feuerholz gehackt, Feuer angezündet und allerlei andere Farmarbeiten verrichtet. Doch nun verlassen wir die Farm und genießen die Freiheit, wohin uns Wilbert auch bringen mag. So geht es für uns nun auf an die Küste im Süden und dann nach Adelaide. Danach startet unser Abenteuer Outback - die Essens-, Wasser-, Gas- und Benzinvorräte sind schon fast komplett :) erklärtes Ziel ist es, mal wieder einen ganzen Tag im T-Shirt zu verbringen und seinem Atem wegen der Kälte nicht zu sehen. Das wird ja wohl im bekanntlich warmen Australien drin sein, oder?

Auch wenn wir uns sehr auf das Weiterreisen freuen, so müssen wir als Fazit doch festhalten: die Zeit auf der Farm war toll, wir haben nicht nur unsere Reisekasse aufbessern können, sondern auch einen Einblick in das australische Farmersleben und Kartoffelsystem bekommen, wir durften den deutschen Exportschlager (die Grimme-Erntemaschine) von Nahem sehen und mit den Kindern Football spielen (obwohl wir bis jetzt keine Ahnung von dem Sport haben). Alles in allem war es ein rießiger Glücksgriff in Sachen Arbeit. UND: Kartoffeln schmecken uns immer noch sehr gut! :) Stephan dürfte der Abschied jedoch schwerer fallen, denn wann wird er wohl wieder so viel gabelstapler, Traktor oder LKW fahren dürfen?

Diesmal können wir euch leider nicht so viele Fotos schicken, da die Kartoffeln nun mal jeden Tag gleich aussahen...aber beim nächsten Mal gibt es wieder mehr zu sehen.

Wilbert muss auch gepflegt werden wenn es kalt ist weit ist das Land Unser Zuhause von oben unser Hofhund mal wieder ein Regentag Gabelstaplerfahrer Stephan

Nicht Äpfel oder Wein...Kartoffeln sollen es sein...

Sonntag, 24.03.2013

Vor etwas mehr als zwei Wochen sind wir dann - etwas überstürtzt - von Tasmanien Richtung Festland aufgebrochen. Ziel war es, sobald wie möglich einen Job zu finden und die Reisekasse aufzubessern. Doch selbst zahllose E-Mails und Anrufe brachten nicht den erhofften Erfolg. Das nützt nichts und auf ging es mit Wilbert in die Anbaugebiete nördlich von Melbourne. Über 1000 km sind wir durch das flache Hinterland gekurvt, vorbei an kilometerlangen Plantagen mit Mandelbäumen, Steinfrüchten und Weinreben - und sind bei jeder leichten Kurve auf den schnurgeraden Straßen arg erschrocken :D Und dann der erhoffte Anruf: ARBEIT auf einer Kartoffelfarm.

Und da sind wir nun, nahe Ballerat, stehen mit Wilbert in einem großen Schuppen, genießen die Annehmlichkeiten eines Kühlschrankes, einer Dusche und eines festen Daches über den Kopf und verbringen unsere Tage auf der Kartoffelvollernetmaschine mit dem Sortieren der gelben Knollen. Nicht die spannendste Aufgabe, aber es macht Spass und geht leicht von der Hand. Welch erhabenes Gefühl unseren ersten Umschlag mit dem wöchentlichen Gehalt in der Hand zu halten :) Und Stephan hofft jeden Tag, dass er wieder Gabelstapler fahren darf... Die Ernte wird wohl noch bis mindestens Mitte Mai dauern, sodass wir nun die nächsten Wochen hier verbringen werden. Das heißt nun für uns: Kartoffeln jeden Tag! Die Farm ist ein kleines Familienunternehmen, die seit Jahren Kartoffeln an Mc Cains liefert, die daraus Pommes u.a. für Mc Donalds herstellen. Also denkt zukünftig bei jedem Frittengenuss an die hart arbeitenden Backpacker in Übersee und hofft, dass sie alle fauligen Kartoffeln und Steine erwischt haben :D

Kartoffeln soweit das Auge reicht Wir lieben die Kartoffel Voller Einsatz für die Kartoffel unser Zuhause - im Shed unser Ausblick nach hinten Stephan der Traktorfahrer Qualität aus Deutschland - die Kartoffelvollerntemaschine nach getaner Arbeit..  home sweet home Erntemaschinerie

Am Wochenende geht es für uns dann ab und zu in die Umgebung zur Erholung. Hier ein paar Bilder aus den Grampians (wo wir leider mal kein gutes Wetter hatten) und den Mt. Buangor State Park...

Grampians NP_Echidna Grampians NP_Besuch bei Tisch Guten Appetit. bitte nicht zupicken bitte nicht koten  

Die letzten Tage auf Tasmanien...

Dienstag, 05.03.2013

In einer knappen letzten Woche auf Tasmanien haben wir uns quer durch den (wilden) Westen geschlagen und die schöne Landschaft genossen. Bei 0°C nachts halfen nur noch heiß abgefüllte Wasserflaschen im Bett und warme Gedanken zum Überleben ;) Aber tagsüber wurden wir mit Sonnenschein und klarer Sicht belohnt. Ab ging es
auf die Berggipfel des Cradle Mountain Lake St. Claire Nationalparks - zwei tolle Tageswanderungen mit kurzen Klettereinlagen über riesige Felsbrocken und wahnsinnig tollen Aussichten auf die alpine Landschaft!

Tini auf Cradle Mt..  Stephan auf Cradle Mt. Lake St. Clair_1 Lake St. Clair_2 Lake St. Clair_3 Cradle Mt._1 Cradle Mt._2 Cradle Mt._3 Cradle Mt._4 Cradle Mt._5 Cradle Mt._6 Cradle Mt._7 Cradle Mt._8

Nur im Mt Field Nationalpark hatten wir Pech mit dem Wetter und zwei Regentage. Trotzdem haben wir einen kleinen Spaziergang durch den wahnsinnig tollen und abwechslungreichen Wald gemacht: durch Eukalyptus- und Regenwald ging es zu zahlreichen Wasserfällen.

Mt. Field NP - Wasserfall_1 Mt. Field NP - Wasserfall_2  Mt. Field NP Mt. Field NP - großer Baum und kleine Tini

Außer Natur und ein paar abgelegenen und sehr ländlich geprägten Bergbaustädten gibt es sonst nicht sehr viel im westlichen Landesteil.

sichere Miene...

Schade nur, dass wir nicht genug Zeit hatten, die Lanndschaft in ihrer Fülle zu geießen. Somit sagen wir nun "Bye bye Tassie" und verlassen diese traumhafte Insel schweren Herzens...

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